Das Konzept von TPS
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TPS ist kindzentriert
TPS tritt für Pädagogik ein, die das Kind als Subjekt im Bildungsprozess betrachtet. TPS betont die Rechte des Kindes und seine Beteiligung an Fragen, die es betreffen. In TPS wird die Würde des Kindes und seine Gleichwertigkeit gegenüber dem Erwachsenen anerkannt, seine Kompetenzen und Stärken werden gefördert. TPS hat eine fragefreundliche Haltung, ermuntert zur Neugierde, zum Ausprobieren und stärkt nicht-rezeptives Denken. TPS ist keinem bestimmten pädagogischen Ansatz oder Konzept verhaftet. Kindzentrierung ist für TPS Kernelement aller pädagogisch-konzeptionellen Praxis und Entwicklung. Kindzentrierung - geht von den Bedürfnissen, Interessen und Rhythmen des einzelnen Kindes aus, - versucht, die subjektiv erlebte Gegenwart des Kindes wahrzunehmen, - vertraut auf die Kräfte des Kindes, - macht die Entwicklungsbedingungen und -gesetzmäßigkeiten des Kindes zur Grundlage der pädagogischen Arbeit, - nimmt das erwachsene Vorauseilen, Besserwissen und Beherrschen zurück und - führt mit dem Kind einen Dialog. TPS ist reformpädagogisch TPS sieht sich in der Tradition großer Pädagogen und Pädagoginnen und pädagogischer Reformbewegungen, die die Rechte der Kinder, ihre Kompetenzen und ihre Subjektstellung zum Ausgangspunkt ihres Denkens und Handelns gemacht und gegen autoritäre Systeme verteidigt haben. Lernen und Bildung sind für die Fachzeitschrift selbst-aktive Prozesse.TPS betrachtet Erwachsene als Mitlernende in einer kreativen, an Überraschungen reichen Gegenwart. Zukunft entsteht in dieser Gegenwart und ist nicht vorher bestimmbar. TPS ist werteorientiert und dialogisch TPS versteht religiöse Bildung als Querschnittsthema durch alle Bildungsbereiche. Sie sieht Kinder als einzigartige Wesen, die von Jesus in den Mittelpunkt allen Denkens und Handelns gestellt werden. Kinder sind religiöse Wesen, sie haben ein Recht auf Religion und ein Recht auf Erwachsene, die ihren religiösen Fragen nicht ausweichen. TPS regt Erzieherinnen an, in ihrer religionspädagogischen Arbeit Kinder erfahren zu lassen: - dass sie im Kindergarten bedingungslos in ihrer ganzen Person angenommen sind; - dass sie dort Orte finden, wo sie spirituelle Erfahrungen sammeln können. Orte der Stille, der Bewegung, Geschichten, Märchen, Erfahrungen aus biblischen Geschichten und Liedern; - dass sie sprachfähig werden, religiöse Erfahrungen mit Erwachsenen und Kindern auszutauschen; - dass es andere Anschauungen von Gott und den Menschen gibt und dass sie befähigt werden, damit solidarisch umzugehen; - dass der evangelischen Kindergarten der Ort ist, wo Kinder Gemeinschaft mit andern Kindern und Erwachsenen erleben; - dass der evangelische Kindergarten ein Ort ist, wo der interreligiöse Dialog gedeihen kann und auch Menschen, die konfessionell nicht gebunden sind, Achtung und Wertschätzung erfahren. TPS fördert Professionalität und beste Fachpraxis TPS unterstützt Professionalität und qualitative Weiterentwicklung des Berufsbildes. Das bedeutet zum einen, Rahmenbedingungen zu fordern, die eine professionelle Arbeit ermöglichen (z.B. Ausstattung der Einrichtung mit Fachkräften), zum andern die Qualifizierung der Aus-, Fort- und Weiterbildung, Fachberatung und Träger. TPS bildet ganzheitliche Erziehungsarbeit ab, d.h. nach diesem Verständnis arbeitet die Erzieherin mit ihrer Person, mit ihrer Beziehungsfähigkeit und nicht nur mit ihrem Fachwissen. TPS unterstützt Erzieherinnen in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung und ermutigt zum lebenslangen Lernen und zum kreativen Erfinden der eigenen Praxis. Beste Fachpraxis ist der Anspruch von TPS; über die Erfüllung von Mindeststandards hinaus verfolgt die Zeitschrift einen hohen Qualitätsanspruch, der die Weiterentwicklung der Praxis anregt und ihr Orientierung bietet. TPS betrachtet Erzieherinnen als Experten für einen gelingenden Alltag mit Kindern und nicht als Fachspezialisten, die fragmentiertes Wissen anhäufen (müssen). TPS verfolgt die qualitative Entwicklung des Feldes und beteiligt sich offensiv an der Weiterentwicklung der Qualitätsdiskussion. Dabei ist die Betonung der qualitativen Profilierung der pädagogischen Alltagspraxis ein besonderes Anliegen. Qualitätsmanagementkonzepte werden daher unter dem Fokus der Beteiligungsmöglichkeiten der Fachkräfte und ihrer Verantwortung für Entwicklungsprozesse betrachtet. TPS ist systemisch und lebensweltbezogen TPS weiß um die Bedeutung von Biografien von Kindern und Erzieherinnen im pädagogischen Prozess und versucht, biografische Erfahrungen als Erkenntnisressourcen zu nutzen. Die Fachzeitschrift macht aufmerksam auf die Lebenssituation von Kindern und Familien, insbesondere auf die inneren Verhältnisse in der Familie und in der Arbeitswelt. Sie sieht Kinder als Mitglieder im Lebens- und Erziehungssystem Familie, die als Ganze das Gegenüber der Kindertageseinrichtung ist. TPS beachtet den Sozialraum der Familien und dessen soziale Infrastruktur. TPS sieht die Kita als wesentlichen Ort im Gemeinwesen und als Motor von Vernetzung unterschiedlicher Felder. TPS steht für ständige Weiterentwicklung TPS geht von lebenslanger Entwicklung der Menschen und von der ständigen Weiterentwicklung von Institutionen und gesellschaftlichen Strukturen aus. Die Fachzeitschrift sieht sich in einem dynamischen Feld, in dem sich gesellschaftliche Entwicklungen oft besonders rasch und drastisch auswirken. Sie ist der Auffassung, dass alle Entwicklung dem Gegensatz und der Auseinandersetzung entspringt und beteiligt sich an Auseinandersetzungen um kontroverse fachliche Positionen. Sie setzt sich für ständige Weiterentwicklung im Dialog mit den beteiligten Gruppen im Arbeitsfeld ein. |